Mit sexistischen Klischees müssen wir uns doch alle auseinandersetzen, unabhängig davon, welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt.

Die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist keine Neuheit, es gibt sie schon seit vielen Jahren. Es hat sich zwar etwas geändert, was die verschiedenen Rechte von Frauen und Männern angeht, doch abwertende Gedanken und Meinungen bestehen immer noch.

Zwei Beispiele für Klischees:

  • Frauen kennen sich nicht mit Technik aus und können nicht Auto fahren.
  • Männer hingegen sind nicht fähig für Kinder zu sorgen und sind in der Küche nicht zu gebrauchen.

Diese angeblichen klassischen Rollenverteilungen sollten aufgehoben werden.

Heutzutage gibt es schon eine Menge Frauen in technischen Berufen und doch wundern sich viele Leute noch immer über Frauen in sogenannten „Männerberufen“. Warum eigentlich ?

Väter die entweder alleinerziehend sind oder in Elternzeit gehen, sollten auf dem Spielplatz nicht mehr komisch angeschaut werden, nur weil sie keine Frauen sind.

Bewusst oder unbewusst haben viele Menschen Rollenklischees verinnerlicht, die sie entweder durch ihre eigene Erziehung, durch Medien oder auch ihre Religion „gelernt“ haben.

Früher war beispielsweise klar, dass der Mann arbeiten geht und so die Familie ernährt.

Die Frau war für Haushalt und Kinder zuständig – das war total normal und natürlich gehören auch zu unserer heutigen Gesellschaft Leute, die mit genau diesen Denkstrukturen aufgewachsen sind.

Die Jüngeren brechen diese Strukturen auf oder versuchen es zumindest – denn auch wenn die Gleichstellung der Geschlechter nach und nach voranschreitet, gibt es noch immer ungleiche Gehaltsstrukturen und weniger Frauen in Führungspositionen.

Es kann doch nicht sein, dass die Gesellschaft entscheidet, welchen Beruf man nun ausüben darf und welchen nicht. Natürlich gibt es Frauen, die gerne an Autos herumschrauben oder Physik studiert haben! Und zum Glück gibt es Erzieher und Grundschullehrer (wenn auch noch nicht so viele), denn für die kleinen Jungs ist es sehr wichtig, auch eine männliche Bezugsperson zu haben!  

Wenn Frauen in der Technik begabt sind, ist doch der einzige Grund dafür, dass meist Männer damit nicht zufrieden sind, der, dass sie sich in ihrem Ego angegriffen fühlen, wenn eine Frau etwas besser kann als sie selbst (In einem Bereich, in dem doch eigentlich der Mann besser ist…).

Haben Klischees und Vorurteile also auch etwas mit Ängsten zu tun?

Die Politiker*innen und damit unsere Gesellschaft sind ja bereits dazu verpflichtet, dem sogenannten Gendern nachzukommen. In dem man zum Beispiel: Bürger*innen oder auch Schüler*innen sagt/schreibt, werden alle genannt und miteinbezogen, ohne das ein bestimmtes Geschlecht im Vordergrund steht. Oder eben eines in die Unterdrückung geschoben wird.

Dies ist auch ein Schritt in die richtige Richtung, da so eben vermieden wird, dass jemand sich missverstanden fühlt.

Wir sollten uns einfach alle mit gegenseitigem Respekt behandeln und auch gegenüber den Interessen anderer, Toleranz zeigen. Es wird nämlich immer Dinge geben, die andere tun, die einem selbst aber nicht gefallen – dennoch sollte man sie akzeptieren.

Ob es nun eine Frau ist, die eine große Internetfirma leitet oder ein Mann, der als Sozialpädagogischer Assistent angestellt ist, spielt doch überhaupt keine Rolle.

Es sollte keine Rolle spielen!

Ich glaube, dass hier auch die Schulen gefragt sind! Bildung heißt ja nicht nur Fächer und Hausaufgaben, sondern auch Vermittlung von Werten und das Auflösen von alten Klischees.

Jeder sollte die Chance haben, seinen Talenten entsprechend gefördert zu werden, seine Stärken zu stärken und seine Schwächen zu schwächen.

Vielleicht fangen wir alle mal bei uns selbst an und überlegen mal, warum wir eigentlich unsere Mütter fragen, wie man Pfannkuchen backt und Papa um Hilfe bitten, wenn uns die Kette vom Fahrrad springt. Haben wir etwa selber Klischees im Kopf?